Puppenwerkraum im November

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Dieses herzige Mädchen hatte bis vor kurzem einfach keinen Körper. Die heute erwachsene Schöpferin hatte ihn vor langer Zeit in ihrer Waldorfschulzeit im Handarbeitsunterricht als Teil einses Tütenkaspers hergestellt. Tütenkasper: Der Kopf eines Kaspers oder Puppe sitzt auf einem langem Stab und kann in eine umgedrehte kleine Zuckertüte auf und ab bewegt werden um sich zu verstecken. Die Tüte ging natürlich irgendwann kaputt, der Kopf blieb, liebevoll verwahrt von der Mutter des kleinen Mädchens. Das Mädchen wurde erwachsen und irgendwann selbst zur Mutter erst eines kleinen Jungen, dann eines kleinen Mädchens. Die glückliche Großmutter erinnerte sich an den sorgsam gehüteten Puppenkopf den die Tochter einst nähte und machte sich auf die Suche nach einer Puppenmacherin, die aus dem schönen Wesen ein Ganzes machen sollte. Natürlich ohne ihrer Tochter davon zu erzählen.

Nun gibt es in Berlin eigentlich alles und die fündig gewordene GroßMutter meldete sich bei einigen Puppenmacherinnen und trug ihre Geschichte vor. Und siehe da, ich hatte noch Platz im vorweihnachtlich gefüllten Auftragsbuch. Zeit, um einen kleinen Kopf endlich zum langersehnten Körper hinzuzufügen und sogar noch eine wundervolle Haarpracht zu zaubern. So wird dieses kleine Wesen nach einer kurzen Reise über die Spree und einer langen Reise durch die Zeit in diesem Jahr unter Tannenzweigen einen Kreis schließen und für eine große Überraschung und viele kleine Erinnerungen sorgen.

puppenmacherin berlin

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent!